Valencia und die Paella

Habt ihr gewusst, dass die Paella ursprünglich aus dem spanischen Valencia stammt? Davon konnte ich mich bei meinen letzten Wochenendtrip überzeugen. Gerne möchte ich mit euch ein paar Eindrücke teilen.

Valencia ist gleich nach Madrid und Barcelona die drittgrösste Stadt Spaniens. Sie liegt direkt am Mittelmeer und so kann hier auf angenehme Weise Urbanität mit Strandleben verbunden werden. Die Altstadt ist ziemlich gross und zugleich übersichtlich. Einige Hauptattraktionen im Zentrum bilden etwa die Kathedrale, die grosse Markthalle mit regem Treiben oder auch das Rathaus auf einem riesigen Platz. In den vielen Gässchen konnte ich das besondere Flair einatmen und mich darüber freuen, dass hier im Vergleich zu Madrid oder Barcelona ziemlich wenig Touristen sind.

Ganz besonders viel dreht sich in Valencia um das Essen. Die Paella – heute zweifellos das Nationalgericht Spaniens – soll vor mehr als 500 Jahren hier das Licht der Welt erblickt haben. Das Pfannengericht mit der Hauptzutat Reis kann natürlich in den verschiedensten Variationen genossen werden.

Die „Paella Valenciana“ wird mit Kaninchen, Huhn oder auch mit Ente und natürlich mit Gemüse serviert. Ein weiterer Klassiker ist die „Paella de Marisco“ mit den verschiedensten Meeresfrüchten. Aber auch Vegetarier können bei einer „Paella de Verduras“ ihren Gaumen in Freude versetzen. Auch der „Arroz negro“ – ganz schwarz mit Meeresfrüchten und der Tinte des Tintenfisches – kann zu den Paellas gezählt werden. Eine ganze eigene Variante ist schliesslich die Fideuà, die nicht auf Reis, sondern auf Nudeln basiert.

Das Stadt Valencia hat nicht nur ihre Speise, sondern auch ihr Getränk, nämlich die „Horchata de Chufa“. Es handelt sich um ein erfrischendes Getränk aus Erdmandeln, das im Deutschen auch als Erdmandelmilch bezeichnet wird. Die vielen Horchaterias von Valencia servieren die Horchata frisch und natürlich kalt und sie wird sowohl von Einheimischen als auch von Touristen sehr geschätzt. Sehr gerne dazu isst man übrigens „Fartons“, ein längliches Gebäck. Besonders empfehlen kann ich die „Horchateria de Santa Catalina“.

Nun aber nochmal zurück zu den Sehenswürdigkeiten. Ganz besonders bekannt ist Valencia für die „Ciudad de las Artes y de las Sciencas“. Es handelt sich um einen riesigen und modernen Komplex des valencianischen Stararchitekten Santiago Calatrava. Die futuristischen Gebäude mit unglaublichem Design, das viele Grün und das Wasser sind ein Gruss des neuen Jahrtausends. Der Spaziergang, den ich dort am Sonntag unternahm, war wirklich sehr entspannend und ich war von den unzähligen Bauwerken beeindruckt. In den Gebäuden warten die verschiedensten Ausstellungen und Veranstaltungen. Besonders schön soll vor allem das Meeresmuseum „Oceanografico“ sein.

Ich hoffe, dieser kurze Ausflug in die Welt von Valencia genügt, um aufzuzeigen, dass sich Valencia für einen Sprachurlaub als ideal erweisen kann. Viel Spass!

 

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